Thomas Oehring

ABENTEUER IM
#NEULAND

 

Buchauszug mit freundlicher Genehmigung von Thomas Oehring

SmartCity beginnt im Kopf

„Anfangs muss der Glaube an die eigene Idee stärker sein als alle Bedenken und Hindernisse die sich einem ergeben.“ Dieser Satz ist für Mathias Heinzler zum Mantra geworden, seit er sich auf den Weg gemacht hat, die Verwaltungsprozesse in Gemeinden und Städten mit digitalen Ansätzen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Das liegt irgendwie auch nahe, denn in Beton hat Mathias schon immer herumgerührt.

In einem früheren Leben hat er zum Beispiel Design-Lautsprecher aus einem eigens zu diesem Zweck entwickelten mikrovernetzten, hochfesten Spezialbeton gebaut und durch deren Formgebung störende Eigenresonanzen nahezu vollständig zu eliminieren und dabei ein Klangerlebnis zu schaffen das mit höchsten Ansprüchen mithalten konnte.


Denn bei aller Digitalisierung leben wir Menschen in einer Welt aus Materie und Dingen. Und eben Beton. Häuser sind solche Dinge, die unser Leben allein schon dadurch maßgeblich bestimmen, weil der Kauf einer Immobilie für die meisten von uns die größte und wichtigste Investition des gesamten Lebens ist. Häuslebau ist also nicht nur das Lieblingsthema der Schwaben, sondern auch durch aktuell günstige Zinsbedingungen in den letzten Jahren für viele Menschen eine reale Möglichkeit geworden.

 

Damit verbunden sind aber immer noch viele Fallstricke bei der Bauplatzvergabe und oftmals ausufernde Alpträume an Bürokratie. Vor diese Herausforderung gestellt, haben Mathias und seine beiden Geschäftspartner Lösungen gesucht und damit #Neuland in der kommunalen Verwaltung betreten.


Entstanden ist das Projekt aus einer praktischen Erfahrung: als einer der drei Gründer sich privat um einen Bauplatz bei einer Kommune bemühte, konnte er auch nach mehrmaligen Anläufen keine Ergebnisse erzielen. Als es dann zur persönlichen Aussprache mit dem zuständigen  Amtsleiter für Grundstücksangelegenheiten kam wurde schnell klar, dass der gesamte Prozess der Bauplatzvergabe zu digitalisieren zwar sehr komplex aber durchaus möglich wäre. Gesagt getan – Amtsleiter Stephan Mantz und Bauplatz-Interessent Mathias Heinzler gründeten im Schulterschluss mit IT-Spezialist Eric Fuchs das Unternehmen BAUPILOT.com und legten damit den Grundstein zu einer noch jungen aber äußerst effektiven Geschäftsidee. In enger Zusammenarbeit mit Kommunen und Bauämtern entstand ein Internetportal, welches nicht nur den Kommunen eine professionelle Web-Anwendung bietet, sondern auch dem Bauplatzinteressenten den Grunderwerb so einfach und transparent wie möglich macht. Ob die Vermarktung von Gewerbeoder Privatgrundstücken oder das komplexe Verfahren des Einheimischenmodells – das Unternehmen bietet eine maßgeschneiderte Lösung, die sich exakt an den Erfordernissen der jeweiligen Kommune orientiert.

So können Kommunen beispielsweise mit der Plattform die vom Stadt- oder Gemeinderat definierten Vergabekriterien nach einem Punktesystem online definieren und beim Bürger abfragen. Darüber hinaus werden die wichtigsten Hilfestellungen rund um das Thema Bauen angeboten. Das Interesse an Bauplätzen sowohl bei Gewerbetreibenden, Bauträgern, Investoren als auch Privaten ist ungebrochen, viele Kommunen können sich vor Anfragen kaum noch retten. Die Lösung bietet BAUPILOT mit ihrer Internetplattform, welche die Kommunen deutlich entlastet. Das einfach zu bedienende Portal von BAUPILOT bietet nicht nur den Kommunen eine professionelle Anwendung, sondern macht auch den potentiellen Interessenten den Grunderwerb so einfach und transparent wie möglich. Fernab von Öffnungszeiten und Behördenschreibtisch können Informationen anonym mit Hilfe von Filtermöglichkeiten abgerufen werden. Eine Reservierung ist per Mausklick möglich. Das bedeutet eine erhebliche Serviceverbesserung für den Bürger.


Der Einsatz des systemgestützten Workflows, auch für die Bewerbung und Reservierung, ermöglicht den Kommunen eine erhebliche Zeitersparnis bei den klassischen Verwaltungsabläufen von 80 – 90 Prozent und auch erhebliche Kosteneinsparungen.

Neben dem Gewinn für Verwaltung und Bürger und dem positiven Effekt der Entbürokratisierung hat die Anwendung und der Plattform noch einen weiteren wichtigen Nebeneffekt für die Verwaltung: jüngere, gut ausgebildete Fachkräfte erwarten moderne Systeme, moderne Arbeitsabläufe und finden im Bereich Liegenschaften/Bauamt hier mit BAUPILOT eine zeitgemäße Anwendung vor. Das ist ein überzeugendes Argument für die Personalsachbearbeiter der Kommunen, die derzeit händeringend qualifizierte Mitarbeiter suchen. Digitalisierung bietet an dieser Stelle Nutzen für alle Seiten.

 

Wie gut die Idee einer bedarfsorientierten Lösung für die Verwaltung und Vermarktung von kommunalen Bauplätzen ist, zeigte sich beim landesweiten Gründerwettbewerb des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Hier sicherte sich die Baupilot GmbH beim sogenannten Elevator Pitch BW mit ihrer transparenten und einfachen Lösung den ersten Platz. Doch damit nicht genug: auch beim Wettbewerb „CyberOne Hightech Award Baden- Württemberg“ überzeugte das Bauplatzportal die fachkundige 36- köpfige Jury und erreichte auch hier den ersten Platz und war damit die erste kommunale Lösung die seit 18 Jahren mit diesem Award ausgezeichnet wurde.

 

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